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Webdesign Teil 6:

Web 2.0


Der Begriff „Web 2.0“ beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des Web. Hauptaspekt aus organisatorischer Sicht: Inhalte werden nicht mehr nur zentralisiert von großen „Medien“, der „vierten Gewalt“, erstellt und an die Massen verbreitet, sondern auch von unabhängigen Leuten, die sich untereinander vernetzen, der „fünften Gewalt“. Typische Beispiele hierfür sind Wikis, Weblogs sowie Bild- und Videoportale und Tauschbörsen.

Der als Marketing-Schlagwort eingeführte Begriff hatte relativ großen Widerhall in den Medien. „Web 2.0“ existiert nicht wirklich (anders als z. B. eine bestimmte Software-Version), sondern bezeichnet am ehesten das Zusammenwirken verschiedener Technologien und eine vermutete bzw. kommerziell/gewerblich gewollte Entwicklungsrichtung. Die beteiligten technischen Mittel können im Einzelnen unbedeutend erscheinen. Daher wird auch kritisiert, der Begriff sei unscharf und nahezu beliebig verwendet („Schlagwort“), um die Popularität von Angeboten oder Techniken zu fördern oder Trends wichtig oder gar revolutionär erscheinen zu lassen.

Aus technischer Sicht bezeichnet „Web 2.0“ oft eine Kombination der bereits Ende der 1990er Jahre entwickelten Techniken, die durch die große Zahl breitbandiger Internetzugänge erst jetzt großflächig verfügbar sind.

„Web 2.0“ zugerechnete Anwendungen verwenden oft Web-Service-APIs (ca. 1998), Ajax (1998 – Asynchronous Javascript and XML, bis 2005 XmlHttpRequest genannt) und Abonnement-Dienste wie RSS (1997). Die Integration so genannter sozialer Software wie Blogs und Wikis wird ebenso im Zusammenhang mit „Web 2.0“ genannt. Wegen der unscharfen Trennung zwischen tatsächlich fundamentalen Techniken und Entwicklungen des „Web 2.0“ und Rand- und Sekundärerscheinungen oder zu Privatzwecken gehypten Spielereien ist die tatsächliche Bedeutung einzelner Entwicklungen immer wieder Anlass zu Diskussionen. Marketingtechnisch versucht ein „Vom-Push-zum-Pull-Prinzip“ Kunden dazu zu bringen, Internetseiten von sich aus zu besuchen und im Speziellen auch Inhalte mit zu gestalten.

Anforderungen

Es ergeben sich typische Forderungen an Anwendungen, die dem Begriff Web 2.0 zugeordnet werden:











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